Wut: Unterschied zwischen den Versionen

Aus 2 x 2 der Erziehung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
(Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „{{Themen}} * Wut des Kindes * Wut der Eltern“)
Markierung: Ersetzt
 
(109 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Aufbau}}
<metadesc>PageDescription</metadesc>
{{Definition}}
Wut ist, nebst Freude, Angst und Trauer, eines der vier [[Grundgefühle]], das heisst ein elementares, reines und von Geburt an vorhandenes Gefühl. Kinder werden vor allem dann wütend, wenn sich jemand oder etwas ihrem [[Wille|Willen]], anfangs ihrem [[Lebenswille|Lebenswillen]], entgegenstellt. Das ist grundsätzlich ein Zeichen ihrer gesunden Entwicklung. Entscheidend ist aber, wie die Eltern darauf reagieren.
{{top}}
{{2}}
Während der Phase der [[Vertrauensbildung]], also noch bevor das Kind seinen eigentlichen Willen zu entwickeln beginnt, hat das Kind bereits einen [[Lebenswille|Lebenswillen]], der auf sein nacktes Überleben ausgerichtet ist. In dieser Zeit hat das Kind ausschliesslich [[Grundbedürfnisse des Kindes|Grundbedürfnisse]], also solche, die von den Eltern möglichst immer und sofort befriedigt werden sollten (im Gegensatz zum Beispiel zu Wünschen, deren Erfüllung auch warten kann, die es aber erst später entwickelt). Wird einem [[Schreiendes Kleinkind|schreienden Kind]] nicht schnell genug geholfen, wird es schnell wütend. Es zeigt damit, dass ihm etwas Elementares fehlt, sei es Nahrung, sei es gehalten werden. Kinder kommen mit einem vollkommen [[Vertrauen des Kindes|Vertrauen]] in die Welt, dass ihre Eltern ihnen immer und sofort helfen, wenn sie danach verlangen. Dieses Vertrauen muss gewissermassen von den Eltern bestätigt werden, indem Sie dem Kind Ihrerseits [[Vertrauen der Eltern|vertrauen]], dass es in dieser Phase ausschliesslich Grundbedürfnisse hat, Sie also weder manipulieren will noch sonst eine schlechte Absicht hat. Nur wenn das Kind in seinem Vertrauen in das Leben bestätigt wird, kann es entsprechendes [[Selbstvertrauen]] entwickeln.
{{top}}
{{4}}
Wenn das Kind beginnt, seinen [[Willensbildung|Willen zu entwickeln]], in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, übersteigt diese Kraft bei weitem das, was es zum nackten Überleben braucht. Es will nun etwas bewirken und sich entfalten. Und es spürt auf einmal, was es alles erreichen kann, wenn es bloss will. Dabei wird es anfangs immer auf's Ganze gehen, kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn das Kind zum Beispiel die Banane will, wird es diese mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, halten und gegen jeden Angriff oder wohl gemeinten Rat verteidigen. Wenn Sie sich dem entgegenstellen, wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit äusserst wütend reagieren. Das ist ein Zeichen seiner gesunden Entwicklung! Wut bedeutet, dass einem etwas Wichtiges weggenommen werden soll.
{{top}}
{{Themen}}
{{Themen}}
* Weitere [[Grundgefühle]]
* [[Wut des Kindes]]
** [[Freude]]
* [[Wut der Eltern]]
** [[Angst]]
** [[Trauer]]
* [[Ersatzgefühle]]
* [[Wille]]
* [[Leidenschaft]]
* [[Zorn]]
 
 
{{top}}
 
{{VertrauenGrenzen}}
{{top}}
{{Aufbau}}

Aktuelle Version vom 5. Juni 2020, 15:29 Uhr

Weiterführende Themen