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Wenn das Kind beginnt, seinen [[Willensbildung|Willen zu entwickeln]], in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, übersteigt diese Kraft bei weitem das, was es zum nackten Überleben braucht. Es will nun etwas bewirken und sich entfalten. Und es spürt auf einmal, was es alles erreichen kann, wenn es bloss will. Dabei wird es anfangs immer auf's Ganze gehen, kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn das Kind zum Beispiel die Banane will, wird es diese mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, halten und gegen jeden Angriff oder wohl gemeinten Rat verteidigen. Wenn Sie sich dem entgegenstellen, wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit äusserst wütend reagieren. Das ist ein Zeichen seiner gesunden Entwicklung! Mit Wut zeigt das Kind, was ihm wichtig ist, für was es bereit ist, sich voll und ganz einzusetzen. | Wenn das Kind beginnt, seinen [[Willensbildung|Willen zu entwickeln]], in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, übersteigt diese Kraft bei weitem das, was es zum nackten Überleben braucht. Es will nun etwas bewirken und sich entfalten. Und es spürt auf einmal, was es alles erreichen kann, wenn es bloss will. Dabei wird es anfangs immer auf's Ganze gehen, kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn das Kind zum Beispiel die Banane will, wird es diese mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, halten und gegen jeden Angriff oder wohl gemeinten Rat verteidigen. Wenn Sie sich dem entgegenstellen, wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit äusserst wütend reagieren. Das ist ein Zeichen seiner gesunden Entwicklung! Mit Wut zeigt das Kind, was ihm wichtig ist, für was es bereit ist, sich voll und ganz einzusetzen. Als Eltern müssen Sie deshalb [[Lernen der Eltern|lernen]], dieses wichtige Gefühl des Kindes ernst zu nehmen und angemessen darauf zu reagieren: | ||
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Version vom 26. März 2020, 23:01 Uhr
ARTIKEL IM AUFBAU / IN ÜBERARBEITUNG!
Wut ist, nebst Freude, Angst und Trauer, eines der vier Grundgefühle, das heisst ein elementares, reines und von Geburt an vorhandenes Gefühl. Kinder werden vor allem dann wütend, wenn sich jemand oder etwas ihrem Willen, anfangs ihrem Lebenswillen, entgegenstellt. Das ist grundsätzlich ein Zeichen ihrer gesunden Entwicklung. Entscheidend ist aber, wie die Eltern darauf reagieren.
Vertrauensbildung (bis etwa 2 Jahre)
Während der Phase der Vertrauensbildung, also noch bevor das Kind seinen eigentlichen Willen zu entwickeln beginnt, hat das Kind bereits einen Lebenswillen, der auf sein nacktes Überleben ausgerichtet ist. In dieser Zeit hat das Kind ausschliesslich Grundbedürfnisse, also solche, die von den Eltern möglichst immer und sofort befriedigt werden sollten (im Gegensatz zum Beispiel zu Wünschen, deren Erfüllung auch warten kann, die es aber erst später entwickelt). Wird einem schreienden Kind nicht schnell genug geholfen, wird es schnell wütend. Es zeigt damit, dass ihm etwas Elementares fehlt, sei es Nahrung, sei es gehalten werden. Kinder kommen mit einem vollkommen Vertrauen in die Welt, dass ihre Eltern ihnen immer und sofort helfen, wenn sie danach verlangen. Dieses Vertrauen muss gewissermassen von den Eltern bestätigt werden, indem Sie dem Kind Ihrerseits vertrauen, dass es in dieser Phase ausschliesslich Grundbedürfnisse hat, Sie also weder manipulieren will noch sonst eine schlechte Absicht hat. Nur wenn das Kind in seinem Vertrauen in das Leben bestätigt wird, kann es entsprechendes Selbstvertrauen entwickeln.
Willensbildung (etwa 2 bis 4 Jahre)
Wenn das Kind beginnt, seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, übersteigt diese Kraft bei weitem das, was es zum nackten Überleben braucht. Es will nun etwas bewirken und sich entfalten. Und es spürt auf einmal, was es alles erreichen kann, wenn es bloss will. Dabei wird es anfangs immer auf's Ganze gehen, kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn das Kind zum Beispiel die Banane will, wird es diese mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, halten und gegen jeden Angriff oder wohl gemeinten Rat verteidigen. Wenn Sie sich dem entgegenstellen, wird es mit grösster Wahrscheinlichkeit äusserst wütend reagieren. Das ist ein Zeichen seiner gesunden Entwicklung! Mit Wut zeigt das Kind, was ihm wichtig ist, für was es bereit ist, sich voll und ganz einzusetzen. Als Eltern müssen Sie deshalb lernen, dieses wichtige Gefühl des Kindes ernst zu nehmen und angemessen darauf zu reagieren:
Weiterführende Themen
Übergeordnetes Thema
- Vertrauensbildung (erstes Phase der Erziehung)
- Willensbildung (zweite Phase der Erziehung)
Fragen und Feedback
Das "Zweimalzwei der Erziehung" ist zum Teil noch im Aufbau. Allfällige Fragen oder Feedback sind willkommen: Email
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