Weiterführende Themen

  • Sucht: Gesundheitsschädigendes Essverhalten, das häufig mit der Pubertät beginnt, ist in der Regel eine Form von Sucht. Süchtiges Verhalten liegt regelmässig in frühester Kindheit begründet, wenn ein Kind entweder zu wenig Vertrauen erhält (insbesondere weil seine Grundbedürfnisse nicht gestillt wurden), oder ihm zu wenig Grenzen gesetzt wurden. Beide Umstände können dazu führen, dass das Kind nach Ersatzbefriedigung sucht - und dabei eben süchtig wird, weil es nie mehr das finden wird, was ihm einst gefehlt hat. Der Einfluss der Eltern ist aber gerade in dieser Lebensphase, wenn sich das Kind naturgemäss von zu Hause ablöst, äusserst gering. Das heisst, dass in der Regel professionelle Hilfe von aussen, in Form von Therapien, nötig werden. Wenn Sie als Elstern also Ihr Kind vor Sucht bewahren wollen, müssen Sie alle Erziehungsarbeit auf die ersten vier Jahre des Kindes ausrichten, danach ist es leider meistens zu spät!
  • Essrhythmus: Wenn das Kind zur Welt kommt, ist es sich aus der Zeit der Schwangerschaft noch gewohnt, dass es kontinuierlich, also andauernd und ohne Unterbruch, mit Nahrung versorgt wird. Der Übergang zu mehr oder weniger regelmässigen Stillzeiten muss es deshalb zuerst lernen, beziehungsweise Sie müssen es langsam aber sicher daran gewöhnen. Wenn dann das Kind abgestillt ist, sollten Sie grundsätzliche Essenszeiten einführen, das heisst drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Davor und danach braucht das Kind grundsätzlich nichts zu essen (trinken sollte es hingegen grundsätzlich immer dürfen). Diesen Rhythmus sollten Sie Ihrem Kind bis zum alter von etwa zwei Jahren beigebracht haben. Denn ein klarer Rhythmus schafft Sicherheit und damit Vertrauen. Und ganz nebenbei können Sie mit einem klaren "Nein" zum Naschen auch schon ein wenig üben, dem Kind Grenzen zu setzen.
  • Stillen: Als Mutter dürfen, ja sollen Sie davon ausgehen, dass jedes Kind gestillt werden kann! Allerdings ist es leider so, dass nicht alle medizinischen Einrichtungen gleich viel Wert darauf legen. Wenn Ihnen aber diese eminent wichtige Beziehung zu Ihrem Kind wichtig ist, sollten Sie schon vor der Geburt abklären, ob Sie dann auch wirklich in Ihrem Wunsch unterstützt werden. Denn ob Sie stillen können oder nicht, ist meistens weniger eine medizinische Frage denn eine der Einstellung.

Übergeordnetes Thema

^ nach oben

Fragen und Feedback

Das "Zweimalzwei der Erziehung" ist zum Teil noch im Aufbau. Allfällige Fragen oder Feedback sind willkommen: Email