Wut: Unterschied zwischen den Versionen

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122 Bytes hinzugefügt ,  28. März 2020
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Zwischen dem Gefühl der Wut und dem [[Wille|Willen]] besteht also eine sehr enge Verbindung. Wenn der Mensch mit seinem Willen auf Widerstand stösst und dadurch wütend wird, kann das seine Kräfte erst recht mobilisieren. Das kann durchaus in konstruktiver Absicht geschehen. Man kennt solches Verhalten zum Beispiel im Fall von Bedrohungen oder Herausforderungen, denen man sich mit normalen Kräften kaum gewaschen sieht. Menschen können dann sprichwörtlich “mit der Wut im Bauch" über sich hinauswachsen und Dinge leisten, zu denen sie unter normalen Umständen nicht fähig wären.
Zwischen dem Gefühl der Wut und dem [[Wille|Willen]] besteht also eine sehr enge Verbindung. Wenn der Mensch mit seinem Willen auf Widerstand stösst und dadurch wütend wird, kann das seine Kräfte erst recht mobilisieren. Das kann durchaus in konstruktiver Absicht geschehen. Man kennt solches Verhalten zum Beispiel im Fall von Bedrohungen oder Herausforderungen, denen man sich mit normalen Kräften kaum gewaschen sieht. Menschen können dann sprichwörtlich “mit der Wut im Bauch" über sich hinauswachsen und Dinge leisten, zu denen sie unter normalen Umständen nicht fähig wären.


Bei Kindern in der Phase der [[Willensbildung]] spricht man dann gerne von [[Toben|Wut- Tobsuchtsanfällen]]. Als Eltern müssen Sie zunächst [[Lernen der Eltern|lernen]] [[Toben#Angemessene_Reaktion|angemessen auf das Toben zu reagieren]]. Denn in solche Momente helfen weder [[Erklären|wohl gemeinte Erklärungen]], noch [[Beschwichtigen|Beschwichtigungen]] oder gar [[Schreiende Eltern|Schreien]]. Als Eltern müssen Sie einzig [[Ruhe der Eltern|ruhig]] beim Kind bleiben und [[Warten der Eltern|warten]], bis es vorbei ist. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind nicht [[Verlassen des Kindes|verlassen]], sondern ihm beistehen (ohne es zu halten). Denn es baucht Sie! Erst wenn sich das Kind ganz von alleine wieder beruhigt hat, können Sie wieder in Kontakt mit ihm treten und ihm zum Beispiel anbieten, es in die Arme zu nehmen. Das Kind muss sich nun [[Versöhnung zwischen Eltern und Kind|versöhnen]] können. Und erst wenn Sie sicher sind, dass sich das Kind versöhnen konnte, können Sie endlich mit ihm besprechen, was denn passiert ist.  
Bei Kindern in der Phase der [[Willensbildung]] spricht man dann gerne von [[Toben|Wut- Tobsuchtsanfällen]]. Als Eltern müssen Sie zunächst [[Lernen der Eltern|lernen]] [[Toben#Angemessene_Reaktion|angemessen auf das Toben zu reagieren]]. Denn in solche Momente helfen weder [[Erklären|wohl gemeinte Erklärungen]], noch [[Beschwichtigen|Beschwichtigungen]] oder gar [[Schreiende Eltern|Schreien]]. Als Eltern müssen Sie einzig [[Ruhe der Eltern|ruhig]] beim Kind bleiben und [[Warten der Eltern|warten]], bis es vorbei ist. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind nicht [[Verlassen des Kindes|verlassen]], sondern ihm beistehen (ohne es zu halten). Denn es baucht Sie! Erst wenn sich das Kind ganz von alleine wieder beruhigt hat, können Sie wieder in Kontakt mit ihm treten und ihm zum Beispiel anbieten, es in die Arme zu nehmen. Das Kind muss sich nun [[Versöhnung zwischen Eltern und Kind|versöhnen]] können. Und erst wenn Sie sicher sind, dass sich das Kind versöhnen konnte, können Sie endlich mit ihm besprechen, was denn passiert ist. Fragen Sie es zum Beispiel, ob es wütend war. Oder sagen Sie ihm, wie es Ihnen ging, als es den Teller in Brüche schlug.


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